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Wohnflächennachfrage sinkt bis 2060 um 15 %

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Auf der Grundlage der 12. Bevölkerungsvorausberechnung des Statistischen Bundesamts läßt sich die Prognose der Wohnflächennachfrage bis zum Jahr 2060 erweitern.

Nach der sog. mittleren Variante (Konstanz der Geburtenrate und positiver Wanderungssaldo) sinkt die Wohnflächennachfrage gegenüber 2009 um 15 %. Zwischenzeitlich erfolgt aufgrund des Remanenzeffekts noch ein Anwachsen des Wohnflächenverbrauchs. Der Remanenzeffekt beschreibt den besonders hohen Flächenverbrauch älterer Personen, weil diese häufig in den Wohnungen bleiben, nachdem die Kinder ausgezogen sind.

Die Prognose widerlegt eindrucksvoll die „gesponserten“ Voraussagen, nach denen aufgrund der gesunkenen Bautätigkeit mit einem Wohnungsmangel zu rechnen ist. Und die Prognose zeigt, daß es in den Regionen, in denen es bereits heute ein Überangebot an Wohnungen gibt (z. B. in Kreis Siegen-Wittgenstein), zu weiteren dramatischen Einbrüchen bei der Wohnungs-nachfrage kommen wird.

Fazit: Investitionen in den Neubau von Wohnungen werden sich langfristig nicht rentieren, weil aufgrund des sich abzeichnenden Überangebots die Preise fallen werden. Das Wohnen zur Miete wird gegenüber dem Wohnen im Eigentum attraktiver, weil sich der Mietpreis nach Angebot und Nachfrage richtet.